01.10.1975

Finder und der Pfadfinderbund - Lang, lang ist´s her: 45 Jahre um genau zu sein.

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Lang ist es her:

Im Herbst 1975 fragte mein Klassenlehrer Krause, ob jemand von uns zu den Pfadfindern gehen wollte, ich sagte ja. Herr Krause gab mir die Adresse vom Pfadfinderheim, Hammer Str.126, gleich um die Ecke. Und so nahm alles seinen Lauf. In der Nähe wurde gesagt, die Realität war ein Stunde U-Bahn fahren und laufen oder 1 Stunde Fahrrad fahren, aber das schreckte mich nicht ab. Das Ganze sollte ja auch meinen Horizont erweitern. 6 Monate später, im Sommer 1976, ging es mit 400 Pfadfindern für 4 Wochen nach Irland mit der Fähre von den Landesbrücken nach Harwich. Geschlafen haben wir auf dem Dach eines LKW im Frachtraum der Fähre. Ich war nicht nur der Jüngste, sondern auch der Kleinste in unserer Sippe Antares. Erinnerungen: beim Wandern immer hinten, Appelpie in jedem Laden, „Kitkat“ Automaten leer gegessen, am Tag als Elvis Starb, im Laden übernachtet und viel erlebt. So bin ich Mitglied in einer Pfadfindergruppe geworden, seitdem weiß ich was ich Ostern, Pfingsten und an den Wochenenden so mache. Ich habe gelernt, dass man einen Plan braucht, wenn man etwas zusammen erleben will, und sich zusammen Zeit nehmen muss. In der Sippe waren wir zusammen noch in Frankreich, Lappland und Griechenland. 4 Tolle Jahre, im Anschluss war ich 2 Jahre der Stellvertreter eines Gruppenleiters. Dann konnte ich endlich meine eigene Sippe aufmachen. Sechs Jahre konnte ich in meiner Sippe Orion meine Ideen endwickeln. Natürlich waren wir die Besten, in den Sommerferien waren wir immer unterwegs: Schweden, Ungarn, Schottland, Norwegen, Lappland und die Türkei waren unsere Ziele. Irgendwann wurde ich auch noch zuständig für den ganzen Stamm der Jungs im Alter von 30 bis 40 in Hamburg-Wandsbek, außerdem war ich für ein tolles Pfadfinderheim verantwortlich.

Wir waren bekannt dafür, dass wir mit unseren Fahrten und Reisen immer wieder Grenzen verschoben. als die Mauern im Osten Europas fielen und es möglich wurde auf unsere Art zu reisen, waren wir überall im Osten unterwegs und haben selbst die ganzen Transformationsprozesse miterlebt. Mit der Gruppe der Sippenführer ging es noch weiter: China, Pakistan und die Tuwinische ASSR, waren unsere Fahrtziele.

Ich wurde dann auch noch Bundesführer vom Pfadfinder- und PfadfinderInnenbund Nord und damit Verantwortlich für einen Jugendverband mit damals über 600 Mitgliedern, einigen Pfadfinderheimen, keinen Hauptamtlichen, aber dafür mit vielen aktiven Jugendgruppenleitern.

Was es braucht sind junge Gruppenleiter, die Lust haben mit Ihrer Gruppe los zu ziehen.

Eltern, die Vertrauen schenken, und eine Verwaltung, die den Ehrenamtlichen den Rücken stärkt.

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